Review

Dreamcast-Review

The Next Tetris

veröffentlicht am Sonntag, den 20. September 2009 von Dfens
Entwickler
Blue Planet
Genre
Puzzle
Erscheinungsdatum
Mai 2001

Grafik:
Aus grafischer Hinsicht kann man von The Next Tetris natürlich nicht allzu viel erwarten, obwohl man sagen muss, dass es seinen 2D-Puzzle-Konkurrenten Bust-A-Move 4 oder Swirl dank 3D-Backrounds und -Effekten überlegen ist. Wirklich spektakulär bzw. sehenswert sind diese aber auch nicht, zumal sie nicht besonders flüssig laufen. Besonders wenn sich zwei Spieler gegenseitig Gemeinheiten wie z.B. das Drehen des Feldes rüberschicken kommt es immer zu Rucklern. Bei der Grafikengine unverständlich!

Sound:
Der Sound weiß leider nicht zu gefallen. Die Stücke sind meist viel zu lasch, nur eine russische Melodie klingt noch ganz nett. Bei den Soundeffekten ist es ähnlich. In der heutigen Videospielgeneration würde man auf jeden Fall erwarten, dass die Steine mal etwas lauter wegkrachen und nicht einfach mit unklaren Tönen wegploppen.

Handling:
Naja, ich denke mal das Tetris-Spielprinzip sollte jedem bekannt sein. In The Next Tetris wurde es ein wenig erweitert. Manche Klötze bestehen nun aus zwei Farben und können beim Auftreffen auf den Stock in zwei Teile zerfallen, wenn ein Farbteil keinen Halt hat. Gleiche Farben verbinden sich zudem und bei einer bestimmten Menge löst sich eine ganzer Farbblock auf. Eine weitere Neuerung ist, dass Steine mit dem richtigen Timing in eigentlich unmögliche Lücken gedrückt werden können. Das einzige, was mich bei der Steuerung nur etwas stört ist, dass sobald man das Steuerkreuz nach unten drückt, der Stein sofort auf den Stock fällt und nicht einfach nur beschleunigt wird.

Modi / Motivation:
Der Score-Marathon ist bei Tetris selbstverständlich Standard und hier sogar noch in der klassischen Variante spielbar. Daneben gibt es noch einen anderen Marathon-Modus, bei dem man stets versuchen muss, die unterste Reihe zu eliminieren . Klingt nicht gerade besonders interessant und wird auch schnell langweilig. Leider wurde dieses Prinzip auch im 2-Player-Modus übernommen, was die Partien echt einschläfernd macht. Als letzten Menüpunkt gibt es noch das Training in Form von kleinen kurzweiligen Puzzles. Gegen einen CPU kann man leider nicht antreten. Was bleibt ist die Jagd nach den Highscores.

Fazit von Dfens
4
Natürlich habe ich schon oft Tetris gedaddelt, doch The Next Tetris war mein erster richtiger Titel, den ich zu dem süchtigmachenden Spielprinzip besaß. Leider stellte es sich als einen der größten Fehlkäufe heraus, denn süchtig machte es mich überhaupt nicht. OK, eine bescheidene Technik ist in diesem Genre ja Gang und Gebe, doch auch die neuen Spielvarianten überzeugen einfach nicht. Außerdem gibt es bis auf die Trainingsmissionen eigentlich keine weiteren Hürden zu meistern. Warum darf ich mich nicht gegen einen CPU-Kontrahenten durchsetzen. Wenn ich aber daran denke, dass dies wahrscheinlich genauso gruselig ausgefallen wäre wie der 2-Player-Battle, ist das vielleicht doch zu verschmerzen. Sei’s drum, ich hatte jedenfalls schon nach der ersten Session keine Lust mehr und hab mich die weiteren Male nur gezwungen in der Hoffnung vielleicht doch noch so etwas wie Spielspaß zu empfinden, allerdings ohne Erfolg. Ein müder Aufguss wäre sicher mehr wert gewesen, als den Klassiker mit angeblichen Innovationen kaputt zu machen.
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