Review

PC-Review

Shogun 2: Total War

veröffentlicht am Sonntag, den 10. April 2011 von Rafal Londo

Familienstammbaum

Gerade der wieder eingeführte Familienstammbaum, welcher schon bei Rome Einzug gefunden hat, findet hier wieder zunehmend Bedeutung, denn sobald ihr keine Nachkommen bzw. Erben habt (ihr könnt auch Generäle adoptieren) ist euer Clan Geschichte.

Christentum

In der Geschichte zeigte sich auch, dass neben den Waren durch den neuen Handel mit dem Westen auch die religiösen Werte des Christentum nach Japan gekommen sind. So habt ihr je nach Daimyo die Wahl, euch für oder gegen das Christentum zu entscheiden, was auch vor und Nachteile bringen kann.
Vorteile sind unter anderem Waren wie Schießgewehre und bestimmte Schiffe, während ein Nachteil sicher dass die anfängliche Einführung der Religion in euren Provinzen mit Schwierigkeiten verbunden sind und dass die bisherigen und zukünftigen Verhandlungen mit anderen Clans beeinflussen kann.

Kamera

Auch eine interessante Neuerung ist das drehen der Kamera im rundenbasierten Strategieteil, welches euch die Chance gibt, das geschehen aus der Sicht des Gegners zu betrachten. Manchmal ist es jedoch sehr verwirrend und man verliert auch leicht die Orientierung.

Historische Schlachten

Sollte euch das Erobern ganz Japans zu lange dauern und ihr lieber gleich die Massen aufeinander losschicken wollt, könnt ihr neben selbsterstellten Schlachten auch historische Schlachten Japans zu der Zeit spielen. So könnt ihr in der Schlacht von Sekigahara im Jahre 1600 das Ende des Krieges zwischen zwei Rivalisierenden Clans einläuten. In diesen ist die KI jedoch sehr eingeschränkt und attackiert euch in einem vorgefertigten Schema. Außerdem ist die Anzahl dieser Schlachten mit einer Hand abzählbar und nur für Kenner der Japanischen Kriegsgeschichte wertvoll, denn zu den benutzerdefinierten Schlachten haben diese ansonsten keine Unterschiede

Mehrspieler-Modus

Für den Mehrspieler Modus hat sich The Creative Assembly etwas gänzlich neuen einfallen lassen. Ihr könnt euch zunächst einen eigenen Avatar erstellen, sowie das Logo des Banners und dessen Farben individuell gestalten. Habt ihr eure persönlichen Einheiten erstellt, begebt ihr euch auf eine Karte Japans, in der ihr versucht, euch Stück für Stück alles anzueignen. Dafür müsst ihr auf den jeweiligen Gebieten verschiedene Kämpfe gegen menschliche Gegner ausfechten. Dieses Prinzip bringt zwar etwas Abwechslung, doch ob es auf Dauer motivierend ist, hängt von der eigenen Spielart ab, denn die Gefechte können sich mitunter hinziehen. Solltet Ihr es schaffen, auf einem Gebiet Siegreich zu sein, erhaltet Ihr dafür bestimmte Boni, wie ein Bogen-Dojo, welches euch besondere Eigenschaften zusichert.

Wie schon in den zwei Vorgängerspielen könnt ihr alle eure Kampagnenschlachten als „Drop in“-Schlachten einstellen, in dem es gut möglich ist, dass ein menschlicher Gegner gegen euch antritt.
Neben den einfachen Multiplayerschlachten mit einem Freund oder Fremden gibt es eine Kooperative Kampagne, in der ihr entweder gemeinsam versucht, Japan zu erobern oder aber getrennt. Bei der getrennten Kampagne ist es allerdings auch möglich, dass ihr Verhandlungen und sogar Bündnisse beschließt und sie wieder lösen könnt. In der dauerhaft gemeinsamen Koopkampagne seid ihr jedoch immer auf den anderen angewiesen. Diese Optionen sind höchstinteressant und geben dem Spiel noch mehr Würze und Spielzeit.

Fazit von Rafal Londo
8
Shōgun 2: Total War ist für Fans der Reihe einfach ein Muss. Viele kleine und große Verbesserungen und Neuerungen machen dieses Spiel zu einem einzigen Ritt durch die Japanische Geschichte des Mittelalters. Für Neulinge kann es jedoch etwas zu kompliziert werden und nicht jedem gefällt vielleicht das asiatische Milieu. Ob sich der Multiplayer behaupten kann, ist zumindest für die kooperative Spielweise unter Freunden mit einem "Ja" zu beantworten – genug Zeit sollte man jedoch für alle Spielmodi mitbringen.
vorherige Seite123