Review

Nintendo Wii-Review

SEGA Superstars Tennis

veröffentlicht am Montag, den 21. September 2009 von Marko Stange

Eine wohl klassischere Spielsteuerung ist die Anwendung des Classic-Controllers, hier bewegt man den Charakter typisch per Steuerkreuz oder Analog-Stick, schlägt mit dem b-Knopf einen Topsin oder mit dem a-Button einen Slice. Die Schläge Lob und Stoppball werden entweder per „b“ und anschließendem Drücken von „a“ ausgeführt oder mit deren gegensätzlicher Kombination. Der Plus- oder Start-Button pausiert das Spiel und mit dem Minus- bzw. dem Select-Knopf ändert man die aktuelle Sicht. Per L- oder R-Taste wird bei gefülltem Stern der Superstar-Modus aktiviert.

Klingt alles simpel? Ist simpel! Einmal richtig an die Steuerung gewöhnt und diese verinnerlicht, geht diese in allen Variationen zunehmend leicht von der Hand und dürfte selbst absoluten Neulingen keine große Eingewöhnungsphase abverlangen. Das fehlende Tutorial ist daher allemale zu verzeihen. Lediglich einige digitale Abfragen mit dem Steuerkreuz könnten kleineres Kopfzerbrechen bereiten, sind aber im Verlauf des Planet Superstars-Modus eher irrelevant, da um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen eh die „Nunchuk-Steuerung“ angewandt werden sollte.

Technisch ausreichend umgesetzter Ballsport
Von der technischen Perspektive kann man SEGA Superstars Tennis eigentlich kaum Vorwürfe machen. Die Charaktere sind in einem SEGA-typischen Cartoonstil soweit es geht detailreich und passabel umgesetzt, deren animierte Bewegungsabläufe wirken stimmig und gehen flüssig über den Bildschirm, der bei Bedarf auf einen 50/60Hz- sowie EDTV/HDTV-Modus zurückgreifen kann. Die eigentlichen Tennisplätze sowie deren Umgebung kommen abwechslungsreich daher und auch die zahlreichen Minispiele lassen kaum gröbere Mängel erkennen. Lediglich mehr von den als gelungen zu bezeichnenden Zwischensequenzen während beispielsweise bei der Aktivierung des Superstar-Modus oder wie das klasse präsentierte Intro, wären durchaus wünschenswert gewesen.

Akustisch wartet der Titel mit Dolby Pro Logic II-Unterstützung auf, wobei lediglich einige begleitende Musikstücke, typische Fahrstuhl-Jingles und die englischen Kommentare der einzelnen Superstars in Stereo aus dem Surround-Sound-System ertönen dürften. Auf eine lokalisierte Synchronisation wurde weitestgehend verzichtet, lediglich das Spielmenü, die Ansagen für Punkte, Satz oder Spielsieg sowie die teilweise witzig betonten Namen wie „Sonnick“ kommen auf Deutsch daher.

Am Ende dürfte die Wii-Version der Konkurrenz in Sachen Grafik und Sound in kaum einem Gesichtspunkt in etwas nachstehen. Wer jedoch auf der Wii ein aus technischer Sicht bombastisches Tennisfeuerwerk erwartet, der wird sicher enttäuscht sein. Denn wie so oft holt SEGA auch diesmal nicht das Allerletzte aus den Hardwareresourcen der weißen NewGen-Konsole heraus, was jedoch dem generellem Spielerlebnis und dessen großem Mehrspielerreiz bei SEGA Superstars Tennis kaum schmälert.

Fazit von Marko Stange
8
Am Ende fällt hier deutlich auf, dass Publisher SEGA und Entwickler Sumo Digital den Einzelspielerpart vor allem im Bereich fordernder Schwierigkeitsgrad deutlich vernachlässigt und sich wohl oder übel eher darauf konzentriert haben ein anfängerfreundliches Tennisspiel zu kreieren. In dem Gebiet haben beide Parteien zumindest das besagte Ass gelandet, denn die Steuerung geht in all ihren Varianten stetig simpel von der Hand und funktioniert weitestgehend ohne irgendwelche Mängel. Technisch kann man über SEGA Superstars Tennis nicht viel Negatives verlieren, außer das sich - wie leider zu oft gewohnt – auch hier bei der Entwicklung kein all zu großer Zacken aus der Krone gebrochen wurde, was dem im Multiplayer deutlich größeren Spielspaß jedoch keinen Abbruch bescheren dürfte. Mit all seinen amüsanten, unterschiedlichen, jedoch wenig herausfordernden Minispielen sowie den herkömmlichen Einzel- oder Doppelmatches in diversen Spielmodi ist SEGAs Arcade-Titel momentan die Alternative was den Tennissport anbelangt, auch wenn diese alleine wohl eher den distanzierten Platz im Regal finden dürfte.
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